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Dieser Zweig des Veda befasst sich mit der Gesundheit, genauer gesagt mit einem langen, gesunden Leben, frei von Einschränkungen und Problemen. Wörtlich bedeutet Ayurveda "Wissen vom langen Leben". Dabei umfasst diese Wissenschaft sowohl das Diagnostizieren und Heilen von Krankheiten, als auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung und Lebensweise. Die Grundlage ist ein System zur vollständigen und systematischen Erklärung aller Lebensaspekte und eine darauf aufbauende Lehre, die das theoretische Wissen in praktische Anwendung umsetzt. Ziel ist es, alle Grundkräfte des Lebens in Einklang zu bringen, um so zu vollständiger Gesundheit und dauerhaftem Wohlbefinden zu gelangen.
Diese Lehre vom Bauen beschreibt Proportionen, Ausrichtung und anderen wichtigen Eigenschaften, die nötig sind, um Gebäude aber auch ganze Städte im Einklang mit allen Naturkräften, dem Sonnensystem, ja dem gesamten Kosmos zu errichten.

So empfiehlt Stapathya Veda z.B., Häuser so auszurichten, dass ihr Eingang exakt im Osten liegt. Auch der Verwendung natürlicher Baumaterialien wird Bedeutung geschenkt, ebenso wie der Anordnung der Räume innerhalb von Häusern. Ziel ist es, den Bewohnern ein glückliches und erfolgreiches Leben im Harmonie mit der Natur und ihren Gesetzmäßigkeiten zu ermöglichen.
Yoga - das ist sehr viel mehr als nur eine angesagte Sportart. Yoga ist die uralte Vedische Wissenschaft von der Einheit, vom Erlangen des höchsten Zieles menschlicher Existenz - der Erleuchtung. Neben den Yoga-Sutren des Sehers Patanjali ist die berühmte von Gott Krishna offenbarte Bhagavad Gita ein Hauptwerk der Yogalehre.

Die im Westen bekannten Körperübungen (Asanas) spielen dabei eher eine nützliche Nebenrolle. Sie bereiten die Physiologie für die Erfahrung höherer Bewusstseinszustände durch Meditation vor. Die wohl verbreitetste und zugleich wissenschaftlich fundierteste Meditationstechnik ist die Transzendentale Meditation.


Gandharva-Veda-Musik („Wissenschaft der Klänge“) - so lautet die genaue Bezeichnung für die klassische indische Musik - ist ein Teil des uralten Wissensschatzes des Veda. Ihre Vedischen Regeln bilden noch heute die Grundlage für die langen, stimmungsvollen Ragas (Musikstücke). Die Melodien, Tonarten und Rhythmen sind genauestens auf die Zyklen der Natur abgestimmt - auf Tages- und Jahreszeiten oder auf das Wetter. Auch für bestimmte Lebenssituationen, Festlichkeiten oder Stimmungen bieten sie heilende Unterstützung.

Die Klänge und Rhythmen lösen physiologische Reaktionen aus, durch die unsere Biorhythmen mit den Rhythmen der Natur synchronisiert werden. Geraten diese in Unordnung, dann entstehen Disharmonien. Gerade heute ist es wichtig und wird es immer dringlicher, den verlorenen Kontakt zu unserem inneren Selbst und zur Natur wieder herzustellen. Die Gandharva-Veda-Musik bietet dafür eine attraktive und angenehme Möglichkeit.

Jyotish (Sanskrit: Jyoti bedeutet "Licht") ist eine umfassende und präzise Wissenschaft von Zeit und Raum, deren Ziel es ist, Licht in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu bringen.

Astrologie basiert auf der Erkenntnis, dass die planetarische Konstellation zum Zeitpunkt der Geburt alle Informationen über einen Menschen widerspiegeln. Im Gegensatz zur westlichen Astrologie verwendet Joytish die exakten Planetenpositionen und berücksichtigt bei der Horoskopanalyse eine Vielzahl zusätzlicher Parameter.

Das Ziel dieses Lehrsystems besteht nicht nur darin, die Vergangheit zu erklären und die Zukunft vorauszusagen, sondern es beschreibt auch verschiedene Methoden (z.B. "Yagya") zum Abschwächen oder Vermeiden bevorstehender negativer Einflüsse. In den Veden (Y.S. 2.16) heißt es "Heyam duhkham anagatam" ("Vermeide die Gefahr, bevor sie gekommen ist").
Die Veden (auch der Veda) sind die ältesten überlieferten Schriften der Menschheit und umfassen eine sehr umfangreiche Sammlung von unterschiedlichsten Versen, Hymnen und Gesängen. Die heutige Wissenschaft spricht von einem Alter von ca. 5.000 Jahren, jedoch gehen vedische Gelehrte von einem weitaus höheren Alter aus. Der Veda (deutsch: "Wissen") wurde über Generationen in seiner fast vollständigen ursprünglichen Reinheit in der uralten Sprache Sanskrit von Generation zu Generation weitergegeben. Die vedische Literatur lässt sich in vierzig verschiedene Schriften unterteilen, von denen die bedeutendste der Rik Veda darstellt.

Der indische Weise und Vedische Gelehrte Maharishi Mahesh Yogi (1918 -2008), der die Transzendentale Meditation über vierzig Jahre weltweit lehrte und verbreitete, stand in der Tradition dieses Vedischen Wissens. Er war der direkte Nachfolger einer langen Reihe von Vedischen Meistern, die dieses Vedische Wissen seit vielen Jahrhunderten von Meister zu Schüler weitergibt. So hat auch er, bevor er die Transzendentale Meditation im Westen bekannt machte, dieses Wissen von seinem Meister Swami Brahmananda Saraswati, genannt Guru Dev, dem in Indien hochverehrten Shankaracharya, vermittelt bekommen. Guru Dev beauftragte Maharishi bevor er seinen irdischen Körper verließ, das Jahrtausende alte Wissen in der Welt zu verbreiten, denn er hatte für unsere heutige Zeit die historische Notwendigkeit für ein neues Erblühen des uralten Wissens erkannt.

Seitdem verging zu Maharishis Lebzeiten kein Jahr, in dem er nicht einen neuen Aspekt des Veda belebt und der Welt geschenkt hätte. Indem er die ursprüngliche Reinheit und Wirksamkeit der einzelnen Wissenszweige wiederherstellte, verschaffte er diesen Disziplinen eine große Anziehungskraft, was sich derzeit beispielsweise in der enormen Popularität des Ayurveda in den westlichen Industrienationen zeigt.
Vedische Gesundheit belebt die innere Intelligenz des Körpers und erhält so die Vitalität des Körpers aufrecht. Gleichzeitig wird eine gesunde Beziehung zwischen dem Körper und seinen Entsprechungen in der Physiologie des Kosmischen Körpers aufrecht erhalten – zu Sonne, Mond, Planeten und Sternen, indem das Wissen von Jyotish, Yoga, Sthapatya-Veda, Dhanur-Veda und all den anderen Zweige der Vedischen Literatur angewandt wird. - Maharishi Mahesh Yogi
Die Überlieferung der Veden berichtet von einer uralten Hochkultur in Indien, die an Lebensqualität alles uns heute Vorstellbare übertrifft. Der legendäre König Rama (Ramayana) herrschte über ein Reich, in dem es weder Krankheit noch Armut gab. Diese friedvolle Epoche währte meherere Jahrtausende und bescherte ihrer Bevölkerung kulturelle und spirituelle Höhenflüge.

Nun sind Historiker seit einigen Jahren dabei, Stück für Stück die Geheimnisse einer gut 5.000 Jahre alten Zivilisation zu lüften. So steht heute fest, dass nicht nur die sozialen Errungenschaften, sondern auch das umfassende wissenschaftliche, technologische und medizinische Know-how und das reichhaltige philosophische Wissen vieles übertrifft, was in europäischen Kulturen erst Jahrtausende später als große Entdeckung gefeiert wurde.

1922 fanden Archäologen im Nordwesten des indischen Subkontinents die aufsehenerregenden Überreste einer alten Stadt, die Harappa genannt wurde. Einige hundert Kilometer südwestlich davon fanden sie im Tal des Flusses Indus (Sanskrit: Sindhu) eine weitere Stadt, genannt Mohenjo-Daro. Beide Städte hatten ungefähr 35.000 Einwohner. Bis heute wurden fast 1.400 antike Städte aus dieser Periode gefunden, die alle in der gleichen Weise angeordnet sind und über gerade Straßen und Ziegelsteinhäuser verfügen. Diese Zivilisation wird als die Indus- oder Harappa-Zivilisation bezeichnet und bestand von ungefähr 3.000-2.500 v. Chr. bis etwa 1.500 v. Chr.

Der Lebensstandard in den Städten war beeindruckend und übertraf den von weiten Teilen des heutigen Indien. Diese städtebaulichen Meisterleitungen waren erstaunlich symmetrisch angeordnet. Alle Häuser waren nahezu identisch konstruiert, wurden durch eigene Brunnen mit Wasser versorgt und verfügten über private Bäder, die an ein Kanalisationssystem angeschlossen waren. Die ein- bis zweistöckigen Gebäude waren um einen Innenhof herum gebaut, der die Innenräume mit Licht versorgte. Sogar öffentliche Schwimmbäder wurden gefunden.

Die verblüffenden Parallelen zwischen der historisch nachgewiesenen Induskultur und Ramas legendärem Reich legen die Vermutung nahe, dass beide die gleiche Basis im umfassenden Wissen des Veda haben. Damit würde es sich bei der Induskultur um die letzten Reste einer viel weiter zurück liegenden Vedischen Hochkultur handeln, die dem damals beginnenden dunklen Zeitalter wichen (nach Vedischer Zeitrechnung begann vor etwa 5.000 Jahren das "Kali Yuga").

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Vedisch Kochen mit Frank Lotz im Sauerland - Ayurveda-Kochkurs Datum: 20. November 2010, 10:00 Uhr [ mehr... ]
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